Die St. Bernhardus Schützenbruderschaft Unterbruch 1912 e. V.

Vereinslogo SchützenGeschichte und Aufgaben der Bruderschaft

Im Jahre 1912 fanden sich erstmals in Unterbruch „beherzte“ Männer unter der Parole „Glaube – Sitte – Heimat“ zusammen, um eine Schützenbruderschaft zu gründen und sich für die Förderung der Dorfgemeinschaft einzusetzen.
Unterbruch hatte zu diesem Zeitpunkt eine Einwohnerzahl von 1080 Personen. Mit der Zustimmung fast der ganzen Gemeinde wurde die Schützengesellschaft ins Leben gerufen.
Die Bruderschaft wählte den Namen des „zweiten“ Pfarrpatrons, des heiligen Bernhard von Clairvaux.

Am 16. Mai 1912 (Christi Himmelfahrt) trat die neu gegründete Schützenbruderschaft erstmals an die Öffentlichkeit, um den ersten Vogelschuss abzuhalten.
Wie sehr die Schützenbruderschaft den Beifall der ganzen Gemeinde fand, beweist die Tatsache, dass der Vereinsball von mehr als 130 Paaren besucht war und sich an der Polonaise der ersten Prunkkirmes vom 09. – 11. Juni 1912 mehr als 200 Paare beteiligten.

Während der Vogelschuss am 21. Mai 1914 und die Frühkirmes vom 14. – 16. Juni 1914 noch abgehalten werden konnten, erlitten die Aktivitäten der Schützenbruderschaft durch den Ausbruch des I. Weltkrieges einen schweren Rückschlag. Er lähmte das Gesellschaftsleben der Bruderschaft erheblich, so dass alle Aktivitäten stagnierten.

Kaum war jedoch der Krieg am 19.11.1918 beendet, da lebte auch der Bruderschaftsgeist wieder auf.
Obwohl die Aktivitäten nicht ohne weiteres fortgesetzt werden konnten, weil die Besatzung zunächst jede Vereinsarbeit verbot, gehörte die St. Bernhardus Schützenbruderschaft zu den ersten Bruderschaften im Heinsberger Land, der das Tragen von Uniformen wieder erlaubt wurde. Den ersten „Auftritt“ nach dem Kriege hatte die Schützenbruderschaft dann beim Karnevalsball am Fastnachtsmontag 1920 in der Gaststätte Louis

Durch den II. Weltkrieg, der am 01. September 1939 mit dem Angriff auf Polen begann, kamen die Aktivitäten der Bruderschaft erneut ganz zum Erliegen.
Während im Mai 1939 beim Vogelschuss noch ein Schützenkönig ermittelt wurde und die Frühkirmes vom 14. – 16. Mai 1939 noch abgehalten werden konnte, durfte die Herbstkirmes im gleichen Jahr schon nicht mehr durchgeführt werden.

Der II. Weltkrieg endete am 08. Mai 1945 durch die bedingungslose deutsche Kapitulation. Schon Anfang März kehrten die ersten Unterbrucher Einwohner wieder in ihre Häuser zurück.

Da jedoch nach dem Ende des II. Weltkrieges die Bruderschaften zunächst verboten blieben, beschloss der Fußballclub VfR 1910 Unterbruch 1946 die Frühkirmes zu veranstalten und am 26. und 27. Mai Tanzveranstaltungen abzuhalten.

In der St. Bernhardus Schützenbruderschaft begann dann zu Beginn des Jahres 1948 wieder „neues Leben. Die erste Generalversammlung nach dem Kriege fand am 10. Januar 1948 statt. Auf allgemeinen Wunsch wurde beschlossen, die Frühkirmes wieder in „althergebrachter Weise“ abzuhalten. Als Termin wurde der 02. – 04. Mai 1948 festgelegt.

Seitdem ist die Bruderschaft mit folgenden Veranstaltungen und Aktivitäten ein fester Bestandteil des Dorfgeschehens:

 

  • die alljährlich wiederkehrende Kirmes mit ihren unterschiedlichen Veranstaltungen und der jährlich stattfindende Vogelschuss
  • die Teilnahme an den Bezirksschützenfesten und Jubiläumsschützenfesten der Bruderschaften des Schützenbezirks Heinsberg und darüber hinaus
  • die Teilnahme am Gebetstage der Bruderschaften des Bezirks Heinsberg in der Kirche „Maria Lind“ in Braunsrath
  • die Aufstellen des Maibaums
  • die Teilnahme an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag
  • das Patronatsfest anlässlich des Namensfestes des hl. Bernhard von Clairvaux im August jeden Jahres.
  • die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, bei der die Offiziere der Bruderschaft den Baldachin tragen
  • und die Teilname an den Veranstaltungen der anderen Ortsvereine und der Bevölkerung

 

Die Bewahrung des Schützenleitsatzes von „Glaube – Sitte – Heimat“, die Pflege der Kameradschaft und die Übernahme öffentlicher Aufgaben und Verpflichtungen, sind nach wie vor die Ziele der St. Bernhardus Schützenbruderschaft. Dabei hat auch die kulturelle Bedeutung des Schützenwesens einen hohen Stellenwert.

Ansprechpartner der Bruderschaft

Geschäftsführender Vorstand der St. Bernhardus Schützenbruderschaft Unterbruch:

  • 1. Vorsitzender / Päsident: Willi Görtz, Fell 68, 52525 Heinsberg, Tel.: 02452-66610
  • Schriftführerin: Nicole Esser, Kirchpfad 3, 52525 Heinsberg, Tel.: 02452-158815
  • Kassierer: Heinz Huben, Fell 36, 52525 Heinsberg, Tel.: 02452-65008


Bankverbindung: Raiffeisenbank Heinsberg, BLZ 370 694 12, Konto-Nr. 103722012

  

Zusätzliche Informationen